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Im Fokus: die Menschlichkeit – Top-Fotograf Mads Nissen im Interview

Mads Nissen gilt als einer der erfolgreichsten Fotojournalisten unserer Zeit und hat neben vielen anderen Auszeichnungen bereits dreimal den Hauptpreis beim renommierten World Press Photo Contest gewonnen. Die Fotografie bedeutet für ihn, wie er oft betont, vor allem „eine starke Menschlichkeit“, die er in seinen preisgekrönten Fotoreportagen mit großer ästhetischer Kraft abbildet. Wir sprachen mit ihm über sein Leben und sein Werk.

(Find an English version of this interview below the German one.)

Herr Nissen, wie wird man Fotojournalist?

Ich habe mich 2003 bei der renommierten Danish School of Media and Journalism in Aarhus, Dänemark, beworben und wurde zusammen mit elf weiteren Studenten aus einem Pool von rund 250 Bewerbern ausgewählt. Es folgte ein vierjähriges Studium mit Bachelor-Abschluss im Jahr 2007. Heute unterrichte ich selbst weltweit an den verschiedensten Medienschulen und kann sagen, dass die Danish School of Media and Journalism zu Recht einen hervorragenden Ruf besitzt und in der Art der Ausbildung wohl unerreicht ist.

Es ging nie darum, eine Kamera richtig bedienen zu können; all das wurde natürlich bei den Bewerbern vorausgesetzt. Ziel war, die Fotografen mit journalistischen Skills und Arbeitsweisen vertraut zu machen und sie so zu ermutigen, als gleichwertige Partner Geschichten zu erzählen. Auch das Schreiben, also die Arbeit mit Text und Grammatik, spielte eine große Rolle, ebenso die „Hands-on“-Mentalität mit vielen praktischen Übungen und weniger die reine Theorie.

Der Schwerpunkt war also eindeutig auf einen journalistischen Fokus gesetzt, mit dem wir neue Blickwinkel auf das Storytelling erlernt haben. Hinzu kommt das internationale Programm an der Hochschule, das früh ein gutes Netzwerken und den Blick in die Welt ermöglicht hat. Aber letztendlich ist ein Abschluss nur ein Stück Papier und jeder muss seinen eigenen Weg in das Business finden.

Welchen Weg sind Sie weiter gegangen – und welchen empfehlen Sie heute Neueinsteigenden?

Mein Ansatz bestand darin, nach dem Studium nach China zu gehen und zwei Jahre in Schanghai zu leben. Die Frage, die ich mir damals gestellt hatte, lautete: „Wo passieren gerade die spannendsten Entwicklungen in der Welt?“ Die Fülle an Themen war wirklich beeindruckend, sodass sich viele spannende Reportagen ergaben.

Heute würde vielleicht Nigeria viele Storys zu den gesellschaftlichen Umbrüchen in Afrika liefern. Indien liefert ebenfalls ein gewaltiges Potenzial für die journalistische Fotografie, wobei es dort einen großen Pool an einheimischen Fotografen gibt, die für Reportagen unterwegs sind. Das muss jeder für sich persönlich herausfinden. Der Standort kann natürlich ein entscheidender Vorteil bei der Vermarktung der eigenen Arbeit sein. Ich persönlich bin sehr mit Südamerika verbunden und habe dort auch viel gearbeitet.

Steckt der Fotojournalismus in der Krise? Die Branche kämpft seit Jahren mit sinkenden Honoraren und einem schrumpfenden Erlösmodell. Wie beurteilen Sie den Markt für Bildjournalisten?

Ich kenne das nicht anders. Schon zu meinen Studienzeiten hieß es immer, dass die goldenen Zeiten vorbei wären und man vom Fotojournalismus kaum leben könnte. Also habe ich mir nach dem Studium zunächst zwei Jahre Zeit gegeben, um meinen Platz zu finden.

In Dänemark gibt es wenige große, international bekannte Magazine. Daher habe ich damals zunächst viele Kontakte in Hamburg geknüpft, darunter wichtige Leute von SPIEGEL, GEO oder Stern. Hans Jürgen Burkard, der als einer der besten Reportage-Fotografen weltweit gilt, hatte mich seinerzeit unter die Fittiche genommen und als eine Art Mentor den Chefredakteuren und Blattmachern vorgestellt. Ohne persönliche Kontakte und Empfehlungen ist es ganz schwer. Netzwerke sind alles in der Branche, auch international.

Wie sehen Sie Ihre Aufgabe als Fotojournalist?

Gute Reportagen sind natürlich das A und O. Es geht aber auch darum, die freie Presse zu stärken, Menschenrechte zu schützen und die demokratischen Grundwerte zu erhalten. Dafür brauchen wir Bilder aus seriösen Quellen, denen wir Glauben schenken dürfen.

Wir Journalisten sind Augenzeugen und schaffen mit unserer Berichterstattung Realitäten. Wir rücken mit unserer Arbeit auch ansonsten unsichtbare Randgruppen in den Fokus, wie mit meinem Fotoprojekt „Homophobie in Russland“ geschehen, das 2015 mit dem World Press Photo of the Year Award ausgezeichnet wurde. Das war ein deutliches Statement gegen die Verfolgung von Homosexuellen in Russland. Fotojournalismus schafft somit Sichtbarkeit und erklärt im Idealfall anhand eines einzelnen Fotos komplexe Zusammenhänge oder politische Verfehlungen.

Das Thema „KI und Fotografie“ wird derzeit heiß diskutiert. Wie sehen Sie den Einfluss von KI auf den Fotojournalismus?

Ich beobachte die Entwicklung zunächst nur und verfolge die Debatten. Nun ist es ja so, dass es Manipulationen am Bild schon vorher gegeben hat. Selbst Robert Capas berühmtes Bild des sterbenden Soldaten im Spanischen Bürgerkrieg war vermutlich gestellt. Dazu die vielen Fake-News-Bilder, die mit Photoshop verändert wurden, oder die Inszenierungen von Fotografen, die ihre Protagonisten in vorteilhafte Positionen dirigieren und somit gewisse Erwartungshaltungen der Bildredakteure befriedigen.

Tatsache ist: Die Person hinter der Kamera macht das Bild und ist so mit der eigenen Integrität für die journalistische Glaubwürdigkeit verantwortlich. Ich sage also: Vertraut mir, dem Journalisten, bei meinen Bildern, nicht der Fotografie an und für sich, da diese auch missbraucht werden kann. Würde ich manipulieren, dann wäre ich meinen Job und meinen guten Ruf los.

Empathie, Intimität und Nähe. Das sind Ihre Geheimrezepte für die erfolgreichen Fotoreportagen, sagt man. Wie finden Sie die Zugänge zu Ihren Protagonisten?

Ich würde sagen, der wichtigste Schritt ist zunächst immer, die Menschen und ihre Beweggründe oder Sorgen zu verstehen. Jeder möchte gern verstanden werden. Viele haben auch Angst davor, nur benutzt zu werden, oder sind bereits traumatisiert.

Es gilt also, einen kleinen, ehrlichen Dialog zu beginnen, Interesse zu signalisieren, sich vorzustellen, nachzufragen und dabei Vertrauen aufzubauen. Dabei muss man sehr behutsam vorgehen; das funktioniert auch non-verbal mit der Körpersprache und Gestik. Kurz: Man braucht ein sehr gutes Einfühlungsvermögen und Geduld.

Es geht immer darum, Menschen zu öffnen und sich mit ihnen zu verbinden. Dann ergeben sich oft sogar neue fotografische Blickwinkel – wenn die Protagonisten erst merken, dass man auf ihrer Seite ist und ihre Anliegen ernst nimmt. Man taucht ein in ein fremdes Leben und bekommt dabei etwas zurück.

Das ist das Spannende bei dieser Art der dokumentarischen Arbeit. Das Drücken des Auslöseknopfes ist am Ende der einfachste und offensichtlichste Teil des Prozesses.

Welche Kameras finden wir in Ihrer Fototasche?

Eine Canon R5 und eine Hasselblad X1D. Hin und wieder arbeite ich auch mit einer Drohne, aber bei meiner Arbeit geht es in der Regel darum, menschliche Nähe und Emotionen einzufangen. Dafür benötigt man Geduld, Augenkontakt und einen offenen Charakter. Das hat nichts mit der Technik zu tun.

Gibt es fotografische Vorbilder, die Sie für Ihre Arbeit inspiriert haben?

Mehrere, darunter ganz klar James Nachtwey, den ich für bedeutendsten Dokumentarfotografen und Fotojournalisten halte. Aber auch Antoine d’Agata, Alex Majoli, Luke Delahaye und viele andere haben mich inspiriert.

Ich besitze auch sehr viele Fotobücher, in denen ich immer wieder neue Anregungen finde. Und natürlich liefern die täglichen Zeitungsberichte spannende Ideen, ebenso Social-Media-Kanäle wie Instagram. Wobei ich mir oft wünsche, diese kleinen Formate als großes Print-Foto zu sehen. Fotos wirken einfach besser im Großformat und spiegeln damit mehr Komplexität als diese kleinen Kompositionen auf Instagram.

Sie sind viel gereist und haben bei Ihren Projekten immer wieder interessante Menschen kennenlernen dürfen. Welche herausragenden Erlebnisse haben Sie besonders berührt?

Es gab natürlich sehr viele beeindruckende Erlebnisse, aber gerade das Foto-Shooting mit Präsident Selenskyi in der Ukraine vor ein paar Monaten war unglaublich emotional. Wir alle waren sehr erschöpft und übermüdet, es waren Momente ständiger Anspannung. Man spürte förmlich all die Last und Trauer und Verantwortung bei diesem Politiker, der ja nun durch den Krieg zu einer historischen Person geworden ist. Es gab intime Einblicke in Präsident Selenskys Seele, dazu alles im Kontext mit der großen Weltpolitik. Das vergisst man nicht, das bleibt.

Was raten Sie Nachahmern für den Einstieg in den Fotojournalismus?

Ein Ratschlag mit einem Lächeln: Folgt eurem Herzen und seht nicht zurück. Gebt 200 Prozent und versucht, euren Traum zu leben, bis er platzt. Selbstzweifel und Schwierigkeiten gehören dazu – so habe ich mir beispielsweise meine ersten Reportagen mit der Hochzeitsfotografie finanziert.

Bei der Fotografie von anderen Menschen geht es grundlegend um den Vertrauensaufbau und das Schaffen von Akzeptanz. Stellt euch die Fragen: „Warum bin ich hier?“, „Wie verbinde ich mich mit diesen Menschen trotz aller Unterschiede?“, „Was kann ich anders machen als all meine berühmten Kollegen?“. Bevor ihr eure Kamera auf jemanden richtet, fragt euch: „Warum sollte dieser Mensch mir eigentlich vertrauen?“ oder „Was ist in seinem/ihrem Interesse?“.

Auch wenn es selbstverständlich klingt: Seid respektvoll. Was ihr anderen gebt, das kommt zurück. Wie ihr den Raum betretet, wird in eurer Arbeit gespiegelt. Das kann ehrlich und brutal sein.

Und: Ihr könnt nicht alles alleine machen. Also sucht nach einer Gruppe von engen Freunden und Kollegen, mit denen ihr wachsen könnt.

Das Gespräch führte Ralf Falbe

Titelillustration: Esther Schaarhüls

Das Magazin Fachjournalist ist eine Publikation des Deutschen Fachjournalisten-Verbands (DFJV).

Mads Nissen. Foto: Morten Rode

Mads Nissen, Jahrgang 1979, hat an der renommierten Danish School of Media and Journalism studiert und ist seit 2014 festangestellter Fotograf bei der dänischen Tageszeitung Politiken. Seine berührenden Fotoreportagen erscheinen auch regelmäßig in den führenden internationalen Tageszeitungen und Magazinen, darunter Newsweek, Time Magazine oder Guardian. Dieses Jahr (2023) gewann Nissen den begehrten World Press Photo Award Story of the Year mit der Fotogeschichte „The Price of Peace in Afghanistan“.

 

 

 

 

 


A focus on humanity – An interview with top photographer Mads Nissen

Mads Nissen is considered one of the most successful photojournalists of our time and has been awarded the World Press Photo Award three times already in addition to many other prizes. For him, photography above all means „a strong humanity“, as he often emphasizes and which, with aesthetic power, he depicts in his award-winning photo stories. We spoke to him about his life and work.

Mr. Nissen, how does one become a photojournalist?

In 2003, I applied to the renowned Danish School of Media and Journalismin Aarhus, Denmark, and was selected along with 11 other students from a pool of around 250 applicants. This was followed by a four-year course with a bachelor’s degree in 2007. Today, I am teaching at various media schools around the world and can say that the Danish School of Media and Journalism rightfully has an excellent reputation and is probably unrivaled in that type of training.

It was never about being able to operate a camera correctly, all of which was of course required of the applicants. Rather, it was about familiarizing the photographers with journalistic skills and working methods and thus encouraging them to tell stories as equal partners. Also writing, i.e. working with text and grammar, played a major role, as did the „hands-on“ mentality with many practical exercises and less pure theory.

Emphasis was therefore clearly put on a journalistic focus with which we learned new perspectives on storytelling. In addition, there is the international program at the university, which enabled good networking and a view of the world at an early stage. But at the end of the day, a degree is just a piece of paper and everyone has to find their own way into the business.

How did you go on after that – and what would you recommend to newcomers?

My approach was to go to China after college and live in Shanghai for two years. The question I asked myself at the time was, „Where are the most exciting developments happening in the world right now?“ The abundance of topics was really impressive, resulting in many exciting reports.

Today, Nigeria probably would provide many stories about the social upheavals in Africa. India also offers tremendous potential for journalistic photography, with a large pool of native photographers operating there. It’s a personal decision everybody has to make themselves. The place of location can be a crucial advantage in regard to marketing your own work. Personally, I am very connected to South America and have also worked there a lot.

Is photojournalism stuck in a crisis? The industry has been struggling with decreasing fees and a diminishing revenue model for years. How do you assess the market for photojournalists?

For me, it’s always been like this. Even when I was a student, it was always said that the golden age was over and that one could hardly make a living from photojournalism. So, I initially gave myself two years after my studies.

There aren’t many big internationally known magazines in Denmark, so I first made a lot of contacts in Hamburg at the time, including important people from SPIEGEL, GEO and Stern. Hans Jürgen Burkard, who is considered one of the best report photographers in the world, took me under his wing and introduced me to editors-in-chief and newspaper editors as a kind of mentor. Without personal contacts and recommendations it is very difficult. Networks are everything in the industry, also on an international level.

What do you think is your mission as a photojournalist?

Good reports are of course the most important thing. But it is also about strengthening the free press, protecting human rights, and preserving basic democratic values. For this, we need images from reputable sources that are authentic.

We journalists are eyewitnesses and create realities with our reporting. With our work, we also put focus on otherwise invisible fringe groups, as happened with my photo project „Homophobia in Russia„, which received the World Press Photo of the Year Award in 2015. That was a clear statement against the persecution of homosexuals in Russia. Photojournalism thus creates visibility and, ideally, explains complex relationships or political misconduct by using a single photo.

The topic of AI and photography is currently being hotly debated. How do you see the impact of AI on photojournalism?

For the time being, I’m only observing developments and following the debates. Manipulations of pictures have actually happened before. Even Robert Capa’s famous picture of the dying soldier in the Spanish Civil War was allegedly staged. In addition to that, there are the many fake news pictures that have been modified with Photoshop or the stagings by photographers who direct their protagonists into advantageous positions and thus satisfy certain expectations of the picture editors.

Fact is: the person behind the camera takes the picture and, with their own integrity, is therefore responsible for journalistic credibility. So, I say: trust me, the journalist, with my pictures, not the photography itself; it is just a tool that can be used or misused. If I manipulated, I would lose my job and my good reputation.

Empathy, intimacy, and closeness. It is said that these are the ingredients of your secret recipe for successful photo reports. How do you approach your protagonists?

I would say that the first step is always to understand people and their motives or concerns. Everyone wants to be understood. Many are also afraid of being used or are already traumatized.

So, it is important to start a small, honest dialogue, to show interest, to introduce yourself, to ask questions and to build trust. You have to be very careful, it also works on a non-verbal level with body language and gestures. In short: you need a lot of empathy and patience.

It’s always about opening people up and connecting with them. This often results in new photographic perspectives – when the protagonists notice that you are on their side and that their concerns are taken seriously. You immerse yourself in a strange life and get something back.

That’s the exciting thing about this kind of documentary work. In the end, pressing the button of the camera is the easiest and most obvious part of this process.

Which cameras can we find in your camera bag?

A Canon R5 and a Hasselblad X1D. I also work with a drone from time to time, but my work is usually about capturing human closeness and emotions. This requires patience, eye contact, and an open character. This has nothing to do with technology.

Are there any photographer role models who have inspired you for your work?

Several actually, one of them clearly James Nachtwey who I consider to be the most important documentary photographer and photojournalist. But I was also inspired by Antoine d’Agata, Alex Majoli , Luc Delahaye and many others.

I also own a lot of photo books, in which I always find new suggestions. And of course the daily newspaper reports provide exciting ideas, as do social media channels such as Instagram. Here, I often wish I could see these small formats as large print photos. Large format photos just look better  and contain more complexity than these tiny simple Instagram compositions.

You have traveled a lot and have always been able to meet interesting people with your projects. Which outstanding experiences have touched you the most?

Of course, there were many impressive experiences, but the photo shoot with President Zelensky in Ukraine a few months ago was incredibly emotional. We were all very exhausted and overtired, these were moments of constant tension. You could literally feel all the burden and sadness and responsibility of this politician who has now become a historical figure as a result of the war. We got intimate glimpses into President Selensky’s soul, all of that in the context of big world politics. You don’t forget that; it stays.

What advice do you have for imitators getting started in photojournalism?

I’m saying this with a smile: follow your heart and don’t look back. Give 200 percent and try to live your dream until it bursts. Self-doubt and difficulties are part of it – I financed my first reports by doing wedding photography.

Photographing other people is essentially about building trust and creating acceptance. Ask yourself the questions, “Why am I even here?”, „How do I connect with people despite our differences?“, “How do I take a different approach than all my famous colleagues?“ Before raising your camera, ask yourself, “Why should this person even confide in me?” or „What is in their interest?“

It may sound obvious but: be respectful! What you give to others, will come back to you. How you enter the room yourself, will reflect in your work. It can be honest and brutal.

Also: you can´t do everything by yourself – so find a group of close friends and colleagues to grow with.

The Interview was conducted by Ralf Falbe

Cover Illustration: Esther Schaarhüls

The Fachjournalist magazine is a publication of Deutscher Fachjournalisten-Verband (DFJV), a German Association of Specialized Journalists.

Mads Nissen. Foto: Morten Rode

Mads Nissen, born in 1979, studied at the renowned Danish School of Media and Journalismhttps://www.dmjx.dk/ and has been a permanent photographer at the Danish newspaper Politiken since 2014. His touching photo reports also appear regularly in leading international daily newspapers and magazines, including Newsweek, Time Magazine and The Guardian . This year (2023), Nissen won the coveted World Press Photo Story of the Year Award with the photo story „The Price of Peace in Afghanistan“.

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